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Keine Angst vor Künstlicher Intelligenz

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Im Rahmen der DLD kamen am 21. Januar zum zehnten Mal zahlreiche Studenten zur „Campus Lecture“ in die LMU München. Dieses Jahr ganz unter dem Motto: Künstliche Intelligenz – Freund oder Feind?

Die DLD, die Innovationskonferenz von Burda, ist in der Medien-, Wirtschafts- und Tech-Branche international renommiert. Jedes Jahr kommen hochkarätige und interessante Speaker nach München, diesmal unter anderem Sheryl Sandberg, COO von Facebook. Die „Campus Lecture“ ist eine Kooperation von Burda mit dem Internet Business Cluster (IBC), zu dem auch HSE24 gehört.

Beim diesjährigen Vortrag konnten die Studenten einen echten Pionier auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz (KI) erleben: Chris Boos, Gründer und CEO von Arago, einem auf KI spezialisierten Unternehmen. Er diskutierte mit Stefan Winners, Digitalvorstand von Hubert Burda Media, darüber, welche Möglichkeiten KI bietet und warum sich der Mensch davon nicht bedroht fühlen muss.

„Ich finde Künstliche Intelligenz ist ein ganz schlechter Begriff, er macht den Menschen Angst und erweckt den Eindruck, Computer seien von sich aus intelligent“, so Chris Boos. „Künstliche Intelligenz bedeutet nicht, dass Computer etwas verstehen, Computer verstehen gar nichts. Computer können nur das, was wir ihnen beibringen. KI bedeutet Automation, die richtig gemacht ist – Automation auf individueller Basis.“

Chris Boos, Speaker auf der Campus Lecture 2019

„Wir dürfen keine Angst vor KI haben, sondern müssen mehr Risiko eingehen, damit wir nicht abgehängt werden“

Chris Boos sieht in vielen Branchen Anwendungsbereiche für KI und auch wenn er überzeugt ist, dass KI bereits heute 80 Prozent aller Jobs ersetzen könnte, gibt es seiner Meinung nach keinen Grund zur Sorge: In Bereichen der Feinmotorik, Kreativität und bei allen Interaktionen von Mensch zu Mensch, die auf Empathie und Emotionen basieren werde KI nie so gut sein, wie der Mensch.

„In Deutschland brauchen wir ein anderes Mindset, was KI angeht. Wir dürfen keine Angst haben, sondern müssen mehr Risiko eingehen, damit wir nicht abgehängt werden“, sagt Boos zum Abschluss. „Und wir sollten eines nie vergessen: Es gibt so viel zu tun auf dieser Welt, so viel Potential für neue Tätigkeiten, die Computer nicht erledigen können – wenn wir das nicht erkennen, dann sind wir selbst schuld.“

Beim anschließenden Get-together war Chris Boos ein gefragter Gesprächspartner. Die Studenten hatten dort zudem die Möglichkeit die IBC-Unternehmen besser kennenzulernen. Das IBC ist eine Kooperation der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Universität Regensburg und führenden deutschen Digital-Unternehmen zu denen neben HSE24 auch Hubert Burda Media, SapientRazorfish, die Hoffmann Group und die Messe München gehören. Ein wichtiger Aspekt der Zusammenarbeit ist es, die Vernetzung zwischen Unternehmen und jungen Talenten voranzutreiben.

Fotos © Daniel Grund for DLD

 

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